Durch die Verwendung von Zahnimplantaten können heute Versorgungen realisiert werden, die noch vor ein paar Jahren unvorstellbar waren. Die Implantate - auch als "künstliche Wurzeln" bezeichnet - werden als stabiles Fundament für die sichere Befestigung des späteren Zahnersatzes im Kieferknochen verankert. Nur so kann der Knochen den gesamten Kaudruck aufnehmen und die Nachbarzähne müssen nicht unnötig beschliffen werden. Dadurch wird auch die natürliche Zahnsubstanz auf lange Jahre hin erhalten.                                                                             

Wann können Implantate verwendet werden?


Wenn einige allgemeine medizinische und anatomische Voraussetzungen erfüllt sind, gibt es keine oberen Altersgrenzen für diese Behandlungsmöglichkeit, mit der sich kleine und große Zahnlücken versorgen lassen. Zahnimplantate eignen sich gleichermaßen für jüngere und ältere Patienten. Natürlich ist auch hier eine genaue Planung unabdingbar.

In der modernen Implantologie geht die Tendenz, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind zum sogenannten “immediate loading” , d.h. zu einer “Sofort-Belastung” der Implantate mit der Zahnkrone, Brücke, etc.

Planung:

Nach einer eingehenden Untersuchung wird festgestellt, ob eine Implantation möglich und sinnvoll für Sie ist. Die Entscheidung hängt sowohl von medizinischen als auch von wirt-schaftlichen Voraussetzungen ab. Darum werden stets auch mehrere unterschiedliche Behandlungsmethoden aufgezeigt, anhand derer Sie dann mitentscheiden können.
Auf Basis der Untersuchungsergebnisse, sowie Röntgenaufnahmen und Modellen wird schließlich ein detaillierter Behandlungsplan ausgearbeitet. Die notwendigen Investitionen in Ihre Gesundheit werden in einem Kostenplan vorab von uns geschätzt. Vor jeder durchge-führten Operation ist nach einer individuellen Aufklärung über den geplanten Eingriff und der möglichen Komplikationen und Risiken, Ihre schriftliche Einwilligung erforderlich.

Implantation:

Für die meisten Implantationen reicht eine Behandlung in lokaler Betäubung aus. Bei umfangreichen Eingriffen oder wenn Sie als Angstpatient darauf bestehen kann die Be-handlung auch in Vollnarkose durchgeführt werden. Nach Freilegen der gewählten Implantatstelle wird mit speziellen, wasser-gekühlten Bohrern der Knochen für die ge-plante Position und Implantatgröße aufbereitet. Vorher wird durch sorgfältige Planung die Implantatposition röntgentechnisch und anhand von Schablonen ermittelt., so dass das Implantat mit sicherem Halt eingebracht werden kann. Nach dem Einbringen des Implantats wird die Implantatstelle entweder wieder dicht vernäht, um das Implantat in Ruhe einheilen zu lassen , oder es wird eine höhere Verschlussschraube gewählt, die die Zahnfleischformung unterstützt. Nach dem Einbringen müssen die Implantationsstellen geschont werden. Trotzdem müssen Sie natürlich nicht auf Zahnersatz verzichten. Herausnehmbare Prothesen werden z.B. weichbleibend unter-füttert, damit der Druck der Prothese dem einheilenden Implantat nicht schadet.

nach der Operation:

So früh wie möglich nach der Operation sollte mit der Kühlung der operierten Region begonnen werden, um einer übermäßigen Schwellung entgegenzuwirken. Auch hat die Kühlung einen gewissen schmerzlindernden Effekt. Schmerzen am Tag der Operation sind sicherlich
zu erwarten, lassen sich aber durch leichte bis mittelstarke Schmerzmittel in der Regel gut kontrollieren. Bereits am 1. Tag nach der Implantation werden in den meisten Fällen bereits keine Schmerzmittel mehr benötigt. In der Regel bekommen Sie ein Antibiotikum verschrieben um der Gefahr einer Wundinfektion zu vermeiden. Nach 3-4 Tagen ist die Wunde normaler-weise dicht verschlossen, bei Sinuslift ist unter Umständen eine längere Antibiotika Abdek-kung erforderlich. Auch können desinfizierende Mundspüllösungen in der Wundheilungs-phase, die in den ersten postoperativen Tagen streng kontrolliert werden, sinnvoll sein. Die Entfernung von Fäden erfolgt nach ca. 8-10 Tagen.

Einheilphase:

Bis zur festen Einheilung der Implantate wird eine provisorische Prothese oder Zahnbrücke benötigt, die eine ausreichende Kaufunktion und Ästhetik für die Übergangszeit sicherstellt. Dieses Provisorium schützt auch das einheilende Implantat vor Belastung. Je nach Ausgangssituation stehen verschiedene Möglichkeiten zur Auswahl die wir Ihnen dann gerne vorstellen. War genügend Knochen vorhanden und ein unkompliziertes Einbringen möglich, dann reichen etwa 6-8 Wochen aus um eine genügende Implantatstabilität für das Tragen von Zahnersatz zu erreichen. In schwachen Knochen oder nach umfangreichem Knochenaufbau kann die Einheilzeit dagegen 4-6 Monate dauern, oder das Einbringen des Implantats ist sogar erst möglich, nachdem der Knochen aufgebaut wurde (etwa nach 4 Monaten).

Zahnersatz:

Am Ende der Behandlung erhalten Sie Ihren Zahnersatz auf Implantaten. Um den Erfolg des Zahnersatzes langfristig zu sichern und um den Halt der Implantate zu überprüfen ist eine regelmäßige Kontrolle nötig. Nicht zuletzt liegt es auch
in Ihrer Hand, wie lange der Zahnersatz hält.
Nur kontinuierliche und gute Pflege, sichert den langfristigen Erfolg der Implantate. Wenigstens zweimal pro Jahr, besser vierteljährlich, sollten Sie unsere professionelle Zahnreini-gung (PZR) in Anspruch nehmen.
 
 
 

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Gesellschaft für    Sofortimplantologie & Narkosebehandlung  bei Patienten mit Zahnarztangst

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